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Donnerstag, 21. März 2013


Foto von Supermarkt-Logo:  Ärger mit der Bundespolizei

Ein schnelles Foto für Twitter wollte Nico Kern (Piratenpartei) am Montagabend (18.03.2013) am Hauptbahnhof in Köln machen. Aber dann gab es eine lange Auseinandersetzung, bei der ihm am Ende nur sein Landtagsabgeordneten-Ausweis half.
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Die Netzgemeinde ereifert sich ja üblicherweise über vieles - die o. g. Nachricht findet sich jedoch eher in diversen blogs oder in Mitteilungen am Rande.
Wie denn auch anders ?
Denn zeitgeistgemäss sind die "main-stream"-Nachrichten aller Schattierungen, also auch die der handelsüblichen Presseagenturen auf einer anderen Ebene angesiedelt.
Online ist allemal wichtiger, wenn ein "frecher Affe einen Hund neckt" oder Ähnliches.

Schon in den frühen 80er-Jahren, also lange lange vor der medialen Zukunft-Gegenwart, lernte ich während meines Journalistik-Studiums, dass in der Zeitung "Tiergeschichten" eine äusserst wichtige Bedeutung zukommen.

Also, lieber Leser - das mit den "Lemmingen" oder die Sache mit den "Kälbern", die sich den Schlachter auch noch selbst wählen - das musst Du schon selbst mal hinterfragen.  
Oder Dir auch Gedanken machen über die vielen Tiergeschichten mit "Bullen", die in diversen Funktionen aufzutreten wissen, wenn mal klargestellt werden muss, wie rechtens es hier zuzugehen hat.

Die "Bundespolizei" hat übrigens schon einen Widerspruch gegen die Darstellung des betroffenen Piraten geliefert, der in der glücklichen Lage gewesen ist, den Diensthabenden gegenüber einen "Dienstausweis" als Abgeordneter des NRW-Landtages aus der Tasche zu zücken. 
Derlei Papiere hat nicht jeder fotografierende oder twitternde Bürger, aber nun ja...    

Man darf bestimmt weiter beruhigt davon ausgehen, dass in "Wahrheit" in diesem Lande nach wie vor alles in bester Ordnung ist, also auch das mit den Urheber- oder Persönlichkeitsrechten. Am besten man wartet geduldig auf die Anweisungen der Behörden.

Der Bundeswahrsager hatte sich, angesichts dieses Falles von Recht-Haberei, in 2 öffentlichen Foren mit folgender Anmerkung zu Wort gemeldet:

ZITAT aus dem Artikel über die Begründung des Polizeieinsatzes:
"Man habe den Fotografen auf die Rechtslage, nämlich die Persönlichkeitsrechte der Mitarbeiter, aufmerksam gemacht. Der habe schließlich auf Bitten der fotografierten Personen deren Fotos gelöscht."


FRAGE
"Bedenkliche Überschreibung der Kompetenzen" ?


Der Vorfall in Köln erinnert mich irgendwie an erlebte Vorgänge aus einem längst vergessenen Land = Beiläufiges Fotografieren eines Touristen in West-Berlin am Teufelsberg (fotogene US-Militäreinrichtungen...) oder Fotografieren in Ost-Berlin (dort war alles fotogen...).
In beiden Fällen tauchten schnell irgendwelche "Staatsdiener" auf.


Wieder einmal leben wir offenbar in einem deutschen Rechts-Staat.
Auch das Hilfsorgan Polizei sorgt schnell und gründlich für "Sicherheit".
Allerdings äusserst wenig für Rechts-Sicherheit.


FRAGE
Kommt mir die Bundespolizei genauso zu Hilfe, wenn ICH mich in meinen Urheberrechten verletzt sehe ?

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