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Mittwoch, 19. Juni 2013

Der Sport und die Wahrheit...

Über die grosse Bedeutung von FUSSBALL ist schon an anderer Stelle viel geschrieben worden. Übergreifend ist das Thema "Olympia" eigentlich ganz genau dasselbe - nur eine andere Seite der Medaille.

Beide "Bewegungen" sind so eine Art sportliche Grosskonzerne, echte global players, intensiv steuerbegünstigt oder sogar steuerfrei, machen andauernd einen auf Jugend, gemeinnützig, sportlich und völkerverbindend. Sie haben die Medien üblicherweise voll hinter sich und sie sind tatsächlich auch absolut "staatstragend".

Der ganze restliche herkömmliche Sport stellt dabei entweder ein Anhängsel dar oder verschwindet in der Bedeutungslosigkeit.

Wer das nicht glaubt, der sollte sich nur einmal die Zahlen ansehen, die da bewegt werden.

Beispielsweise hier:
So reich ist die FIFA
31.05.2013, 11:02 Uhr | t-online.de, dpa
Insgesamt 1,378 Milliarden Dollar (1,058 Mrd. Euro) hat die FIFA in der Hinterhand
http://www.t-online.de/sport/fussball/id...kordniveau.html 

oder auch hier

London 2012
Wie stehen eigentlich die Finanzen von olympischen Spielen? Wer profitiert und wer verliert?
Gesamtetat 11,25mrd
Aus öffentlichem Sektor 10,6mrd
Erwartete Einnahmen 2,4mrd
+ 0,2mrd für die britische Wirtschaft
http://www.gevestor.de/ressources/olympi...ras-630639.html


Noch entscheidender ist wohl, was im Hintergrund passiert.
Ein Grossteil der Fans, Anhänger, Zuschauer oder sonstwie nicht direkt Beteiligten, reflektiert niemals, was da eigentlich abgeht.

Wer zum Beispiel gern das Trikot seiner Lieblingsmannschaft trägt, hält das für unverdächtig.
Allenfalls ist er nur auf die beiden M & M´s reingefallen = Marketing und Merchadising.

Denn was ist dagegen einzuwenden, wenn man für Spiel, Sport, Spannung und die nachgemachten Unterhosen einiger Lieblingshelden seine Kröten ausgibt.
Geschmackssache.

Nur - mal näher nachgedacht - fast genauso könnten heute Leute mit (teilweise verbotenen...) Fan-Hemden von längst untergegangenen Staaten, Parteien, Weltreichen oder Bewegungen rumlaufen.

Was wäre eigentlich dagegen einzuwenden - ist doch auch nur Spass, Fan-Kult und ich finde eben die Farben schön.

Den ganzen Background über den staatstragenden Sport kann man 2013 an einigen aktuellen Meldungen in den Medien erahnen:

Hunderttausende Brasilianer protestieren gegen die Fußball-WM
18.06.2013, 09:55 Uhr | AP/dpa, AFP
Hier weiterlesen
http://www.t-online.de/nachrichten/ausla...-brasilien.html

ZITATE
"Wir werden von den Steuern massakriert"
"Das ist ein kommunaler Aufschrei, der sagt: Wir sind nicht zufrieden"...wenn wir morgens zur Arbeit gehen, wissen wir dennoch nicht, ob wir es wegen der Gewalt nach Hause schaffen....Wir brauchen bessere Bildung, Krankenhäuser und Sicherheit - nicht Milliarden, die für die Fußballweltmeisterschaft ausgegeben werden"

"Sportminister Aldo Rebelo warnte: "Wir werden es nicht zulassen, dass Demonstrationen die Ereignisse stören, die wir hier veranstalten wollen."

"Brasilien Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft, zwei Jahre später sollen in Rio de Janeiro die Olympischen Spiele ausgetragen werden"
"WM verschlingt elf Milliarden Euro"
ZITATE ENDE

Woanders war zu lesen:
...Auslöser der massiven Protestwelle war eine Erhöhung der Fahrpreise für Busse Anfang des Monats...
...Parlamentspräsident Paulo Mello sprach von einem "Akt des Terrorismus"...
...FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte ...betont, der Fußball sei stärker als die Unzufriedenheit der Menschen...

Na gut - der Fussball-Boss-der-Bosse, weitere Balljongleure und seine Kollegen oben auf dem Olymp - die sind längst enttarnt, als Sportler, die überall für Zufriedenheit, Glück und Wohlstand sorgen.

Aber wohl erstmal vorrangig für ihre eigene Sport-Familie, die am Geschäft beteiligte Industrie, Werbeindustrie und alle, die die Puppen im Leistungssport und seinem Zuträger Breitensport tanzen lassen.

Vielleicht mal ein Buch dazu lesen - von einem Sportjournalisten, der sicherlich deutlich mehr Zeilenhonorar kriegt als der Amateurschreiber hier
Thomas Kister: Fifa-Mafia, erschienen bei Droemer-Knaur. 432 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 19,99 Euro. 978-3-426-27586-3
Ich zitiere einen Text aus der Werbung für das Buch:
...Die ungesunden Verquickungen mit Interpol, die Freundschaft zu Menschen schindenden Diktatoren, die verhökerten WM-Austragungsorte, Zockerei um TV-Senderechte, manipulierte Wahlen, das Versorgen von Angehörigen und Freunden mit Ämtern, lukrativen Aufträgen und Luxusreisen für lau, dies alles listet Kistner auf und belegt es akribisch...

Ein weitestgehend unbekannter Weltmeister hatte mir gegenüber das mal so zusammengefasst: "Den Seinen gibt´s der Herr im Schlaf". 

Die Wirklichkeit im richtigen Weltsport - in manchen Ländern gibt´s ansatzweise ein klein wenig "Bürgerkrieg" gegen die hohen Herren und die fehlenden Milliarden für wichtigere Dinge.

Sehr schnell wird umgekehrt von "Terroristen" gesprochen - da gibt es weltweit inzwischen ganz viele davon und mit völlig unterschiedlichen terroristischen Ansätzen.

Oder sind das doch eher irgendwie "Bürgerbewegungen" ?

Syrien, Türkei - was da so 2013 abgeht, hat nicht unbedingt was mit Sport oder Fussball zu tun.

Aber wenn man hört, dass sich in der Türkei grad "verfeindete" Anhänger von drei grossen Fussballmannschaften zusammengeschlossen haben sollen - und einig "gegen" ihren starken Mann an der Regierungsspitze marschieren - dann könnte man auch da gleich wieder Zusammenhänge ahnen.

Sport, grad der grosse Massensport - der wird immer wieder im Sinne ganz anderer Bewegungen und Motive instrumentalisiert.

In "Europa" ficht uns das alles (noch) nicht an ?

Mal nachdenken - die Griechen gingen oder gehen GEGEN ihre Regierung und teilweise sogar gegen "die" Deutschen und vor allem gegen Europa auf die Strasse.
Alles Terroristen ?

Genau wie die Leute in ein paar anderen europäischen Ländern, bei denen es längst nicht mehr so gut läuft - wie vergleichsweise (noch) in Deutschland. 

Die grosse Pleite in Griechenland könnte eventuell auch mit einer masslos überteuerten Sportveranstaltung in Athen zusammenhängen.

Die sie ursprünglich mal viel früher haben wollten, aus grossen historischen Gründen.
Die hatte dann aber die Heimatstadt vom Leib- und Magen-Sponsor zugesprochen bekommen. Der mit der braunen Brause. Ein echtes Sportgetränk.
Money makes the world go round.

Die Griechen durften erst ein paar Jahre später für den ganzen Zirkus Maximus blechen, den die Herren der Ringe immer wunderschön inszenieren lassen.
Dann aber nach den ganzen Siegesfeiern schnell zu ihrer nächsten Baustelle auf dem Planeten eilen.

Die üblichen Defizite und Schulden, für die weltweit immer die Bürger vertragsgemäss in die Haftung genommen werden
= stellvertretend also auch DU und ICH, die lassen sie fein sauber zurück.

Den übrigen unsportlichen Rest überlassen sie -im Falle eines Falles- dem Tränengas, dem Gummiknüppel und der Propaganda.

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